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Mai 2018

Weiterhin Probleme mit begasten Containern

  

Container, vor allem Importcontainer, sollten erst nach einer Gefährdungsbeurteilung und Freigabe geöffnet werden. Nur so lassen Sie Gesundheitsschäden durch begaste Container vermeiden. Dazu sollten in allen Häfen standardisierte Prüfverfahren für begaste Container eingeführt werden. Das fordert die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA). Sie hat in einer Studie die Praxis beim Umgang mit begasten Containern untersucht und dabei erhebliche Mängel aufgedeckt:  

  • Die Kennzeichnung als „Begaster Container“ fehlt in der Mehrzahl der Fälle.
  • Gefährdungsbeurteilung fehlt.
  • Unternehmen halten Ihre Mitarbeiter nicht dazu an, die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen beim Öffnen und Entladen der Container einzuhalten.
  • Es sind keine sicheren Prozesse definiert, mit denen geprüft wird, ob die Luftqualität im Container gut ist.
  • Es fehlt ein Überblick über Gesundheitsschäden als Folge der Arbeit in und an begasten Containern.


Die EU-OSHA mahnt deshalb, die Vorschriften zur Kennzeichnung begaster Container konsequent durchsetzen sowie Standardverfahren für die Entgasung (Luftaustausch) und die Lüftung begaster Container erarbeiten und umsetzen. Unternehmen sollten die Gefährdungsbeurteilung ernst nehmen und ihre Mitarbeiter besser schulen  und Leitlinien zu persönlicher Schutzausrüstung und Gefährdungsbeurteilung verbreiten.

Link zur Studie: file:///C:/Users/Home/Downloads/OSH%20on%20fumigated%20containers%20in%20ports.pdf

 

Neue Aufgaben für Verantwortliche im Arbeits- und Gesundheitsschutz 

 

Rund 620.000 Sicherheitsbeauftragte sind in deutschen Unternehmen aktiv. Weil sich die Arbeitswelt in einem großen Umbruch befindet, werden sich auch ihre Aufgaben und Zuständigkeiten weiter entwickeln. Der Vorsitzende des Verbands für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz bei der Arbeit e.V. (VDSI), Rainer von Kiparski, hat kürzlich gefordert: Aus Sicherheitsbeauftragten in deutschen Unternehmen sollten „Beauftragte für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit“ werden. Fachkräfte für Arbeitssicherheit sollten zu Environment, Health & Safety Manager (EHS-Managern) werden.
Damit wären sie nicht nur für Arbeitssicherheit zuständig, sondern auch für Belange des Gesundheitsschutzes, wie z. B. das Betriebliche Gesundheitsmanagement.  Gerade in kleinen Unternehmen, die von Fachkraft oder Betriebsarzt oft nur einmal im Jahr besucht werden, sei es wichtig, dass sie kompetente Ansprechpartner vor Ort haben, die sie über Neuigkeiten oder Probleme aufklären können. Auch die rund 73.000 Fachkräfte für Arbeitssicherheit will der VDSI mit zusätzlichen Kompetenzen ausstatten, etwa durch Qualifizierungen in Fragen des Umweltschutzes. Nach internationalem Vorbild der EHS-Manager sollen Fachkräfte für Arbeitssicherheit den Unternehmer in Zukunft ganzheitlich beraten – im Umwelt- und Gesundheitsschutz sowie zu Fragen der Arbeitssicherheit.  Während früher vorwiegend Arbeitsplätze oder Maschinen sicher gemacht werden mussten, müssen Berater heute im Idealfall Datenschutz- und Softwarekenntnisse haben. Hier werden völlig neue Methoden und Verfahren notwendig sein, betont der Verbands-Chef.

 

Änderungen bei Tunnelbeschränkungen für Gefahrgut

 

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) BMVI hat kürzlich die Regelungen  zur „Beschränkung der Nutzung von Straßentunneln gemäß ADR“ aktualisiert.
Danach wird nicht mehr als Tunnelkategorie B geführt:

  • Berlin: BAB A 113, km 10,193 bis 10,493, Bezirk Treptow-Köpenick, Gemarkung Glienecke,
  • Berlin: BAB A 113, km 11,183 bis 12,083, Bezirk Treptow-Köpenick, Gemarkung Glienecke,

Neu aufgenommen in die Tunnelkategorie E:

  • Köln: Am Bahndamm, Verlängerung Trankgasse zum Konrad-Adenauer-Ufer, innerorts

Weil Gefahrgutunfälle in Straßentunneln besonders verheerende Folgen haben können, gelten seit 2007 besondere Einschränkungen für die Fahrten durch Tunnel. Dazu werden die Risiken für Straßentunnel bewertet und die einzelnen Tunnel in eine der Kategorien von A bis E eingeordnet. Tunnel der Kategorien B bis E werden gekennzeichnet.
Die Regelungen dazu sind im ADR festgehalten, zuständig für die Einstufung ist in Deutschland das BMVI.


 

Randbegrenzung für Gefahrgutlabel: IATA lockert Vorgaben

 

Die Linien, die Gefahrgutkennzeichen begrenzen, müssen mindestens zwei Millimeter dick sein. So fordern es die Dangerous Goods Regulations (DGR) der IATA in Unterabschnitt 7.2.2.3.2 (a). Verstöße gegen diese Regelung konnten Sanktionen bis zur Ablehnung der Sendung nach sich führen.
Zum 1. Januar 2019 wird die 60. Auflage der IATA –DGR in Kraft treten. Dann soll Anforderung gestrichen werden, da sie nicht zu mehr Sicherheit im Luftverkehr beiträgt.  Im Vorgriff auf diese Regelung empfiehlt die IATA jetzt, Verstöße gegen 7.2.2.3.2 (a) IATA-DGR als „kleinere Abweichung“ zu betrachten und somit zu tolerieren.
Die  Empfehlung finden Sie in der englischsprachigen „Specification of Hazard Labels“.
((Link:  http://www.iata.org/whatwedo/cargo/dgr/Documents/hazard-label-specification-en.pdf))
Die Regelung wurde 2015 mit einer zweijährigen Übergangsfrist in die Vorschrift aufgenommen. Ziel war damals u.a. eine Harmonisierung mit den Regelungen des ADR, basierend auf einer Regelung der UN Model Regulations. Unterdessen wurde das ADR aber wiederum geändert, so dass auch dort die Vorgabe nur noch bis 30. Juni 2019 gilt.



 

Januar 2018

 

Das GGA-Team wünscht Ihnen ein frohes neues Jahr 2018!

 

Artikel FFA schlägt Rekordstrafe vor

  

Wegen mutmaßlicher Verstöße gegen Gefahrgutvorschriften beim Versand von Lithiumbatterien per Flugzeug will die US-amerikanische Behörde eine Strafe in Höhe von 1,1 Mio . US-Dollar verhängen.

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1. Januar 2018: IMDG-Code, Amdt. 38-16 verbindlich

  

Zeitgleich mit dem bevorstehenden Jahreswechsel tritt der IMDG-Code in der Fassung des Amdt. 38-16 in Kraft. Gefahrgutbeförderungen mit Seeschiffen gemäß Amdt. 37-14 sind dann nicht mehr erlaubt.

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August 2017

5. SDBtransfer IT-Workshop

12. Oktober 2017 von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr in Ober-Ramstadt bei der DAW

  

Seit dem Projektende von SDBtransfer und dem letzten IT-Workshop im Oktober 2016 in Hamburg kann man feststellen, dass das Interesse in der Branche mehr und mehr zunimmt. Weitere IT-Unternehmen sind dabei die Austauschformate in ihre Software zu implementieren, oder haben dies bereits umgesetzt.

Vor diesem Hintergrund soll der Workshop auch in diesem Jahr dem gegenseitigen Erfahrungsaustausch und als

Informationsplattform dienen.

Alle weiteren Informationen sowie die Anmeldung finden Sie hier:

 

Juni 2017

Bundesweite Regelung für Anlagen mit wassergefährdenden Stoffen löst die Länderverordnung ab (AwSV)

 

Alle Anlagen, in denen mit wassergefährdenden Stoffen umgegangen wird, unterliegen der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV).

Das betrifft Besitzer privater Heizölbehälter genauso wie Betreiber von Tankstellen, Raffinerien, Galvanikanlagen oder Biogasanlagen. Die AwSV wurde Ende April im Bundesgesetzblatt verkündet und tritt vollständig am 1. August 2017 in Kraft. Sie löst die bisher geltenden 16 Länderverordnungen und die Verwaltungsvorschrift wassergefährdende Stoffe – VwVwS ab.

 

In der Verordnung sind die technischen Anforderungen für diese Anlagen definiert und die Pflichten der Anlagenbetreiber festgehalten. Die Stoffe und Gemische, die in einer Anlage eingesetzt, genutzt, gelagert werden, müssen in eine von drei Wassergefährdungsklassen bzw. als nicht wassergefährdend eingestuft sein. Wenn diese Einstufung nicht schon bekannt ist und vom Umweltbundesamt veröffentlicht wurde, müssen die Betreiber der Anlage diese Aufgabe übernehmen. Dazu werden Daten aus dem Gefahrstoffrecht verwendet.

Auf Basis der Wassergefährdungsklasse muss die Anlage dann in geeigneter Weise sicherheitstechnisch ausgerüstet werden.

 

Die Neufassung der AwSV stellt erstmals eindeutig klar, dass es sich bei Umschlaganlagen des Kombinierten Verkehrs nicht um herkömmliche Lagerstätten handelt. Damit gelten Umweltauflagen aus dieser Verordnung, wie z. B. bei der Flächenversiegelung, für sie nicht.

 

Den kompletten Text der AwSV finden Sie hier: t1p.de/AWSV

 

Technische Regeln für Gefahrstoffe (TRGS)

 

Die TRGS wurde angepasst. Alle wichtigen Informationen finden Sie hier:

 

 TRGS 201, Einstufung und Kennzeichnung bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen

 https://www.baua.de/DE/Angebote/Rechtstexte-und-Technische-Regeln/Regelwerk/TRGS/pdf/TRGS-201.pdf?__blob=publicationFile&v=4

 

TRGS 220, Nationale Aspekte beim Erstellen von Sicherheitsdatenblättern

 https://www.baua.de/DE/Angebote/Rechtstexte-und-Technische-Regeln/Regelwerk/TRGS/pdf/TRGS-220.pdf?__blob=publicationFile&v=2

Seminare

 

Gefahrstoff-Powertage 2017
22. - 24.11.17 in Mallorca (E)
http://www.hdt-essen.de/W-H050-11-702-7

Die „Gefahrstoff-Powertage“ ist eine mehrtägige Veranstaltung, bei denen wichtige aktuelle Entwicklungen im Gefahrstoff-Regelwerk von namhaften Referenten praxisorientiert präsentiert werden.



Erfahrungsaustausch: 7. Essener Gefahrstofftage
17.-18.05.2017
Hier der direkte Link:  http://www.hdt-essen.de/W-H050-05-569-7

 

 

Efficiency in the Chemical Supply Chain

BDI webinar on SDScom and data exchange

6. APRIL 2017, 10:00 AM – 12.00 PM

2017-04-06 Webinar - Programm_BDI.pdf
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Neue Schulungsverpflichtungen für Fahrzeugführer ab 2018

 

Fahrzeugführer, die flüssige Metalle in Tiegeln befördern, sollen spätestens ab 30. Juni 2018 neben dem Basiskurs auch eine ADR-Schulung für den Aufbaukurs Tank absolvieren.

 

Diese Neuerung in der Anlage 12 RSEB wurde vom BMVI nach Abstimmung mit Beteiligten im VKBl. 14-2016 vom 30. Juli 2016 veröffentlicht. Eine Alternative zur Schulung wäre eine Einweisung durch eine fachkundige Person. Der Fahrzeugführer müsste dazu einen Beleg mit Datum, Dauer und wesentlichem Inhalt schriftlich oder elektronisch vorlegen können. In der Unterweisung sollen das besondere Fahrverhalten der Trägerfahrzeuge mit Tiegeln, allgemeine Grundlagen der Fahrphysik, Grenzen von Fahrdynamikregeln (ESC) und Maßnahmen bei einem Unfall behandelt werden.

 

Diese Neuregelung, die nach Angaben der IHK Schwaben überraschend beschlossen wurde, zieht auch eine Anpassung der Kurspläne für die Gefahrgutfahrerschulung nach sich.

 

In einer Mitteilung der IHK Schwagen heißt es dazu: "Den Beweggrund, warum nunmehr neben dem Basiskurs der Aufbaukurs Tank oder alternativ eine Einweisung gefordert wird, konnten wir noch nicht ergründen." Man werde versuchen, Näheres zu erfahren und eventuell auf eine Änderung drängen.


Neue VDI-Richtline für Gefahrstofflagerung

 

In der Richtlinienreihe VDI 3975 zur „Lagerung von Gefahrstoffen“ ist nun Blatt 3 „Betreiben von Gefahrstofflagern“ erschienen, das sich vor allem an die Handels- und Chemiebranche, Logistik-Dienstleister, Verbände und Behörden sowie Betreiber und Planer richtet.

 

Die Richtlinie VDI 3975 Blatt 3 beschreibt die Phasen der Errichtung und des Betriebs eines Gefahrstofflagers. Anwender können über eine elektronisches Einspruchsportal Stellung zur Richtlinie beziehen. Die Einspruchsfrist endet am 31.01.2017.

Weitere Informationen finden Sie hier.


BMVI präzisiert Hinweise zum Containergewicht

 

Seit 1. Juli 2016 müssen Verlader die verifizierte Bruttomasse (verified gross mass – VGM) von Seecontainern rechtezeitig vor der Verladung angeben (BGBl. 2016 I S. 1504).

 

Im Verkehrsblatt vom 29. Juni 2016 (VkBl. 2016 S. 485) hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) genauer erklärt, wie die neuen SOLAS-Anforderungen umgesetzt werden sollen.

In Frage kommen zwei Methoden: Wiegen oder Berechnen.

Für das Wiegen sind Waagen mit mindestens der Genauigkeitsklasse IIII (IV) (Grobwaage) zu verwenden. Eine Berechnung wird anerkannt, wenn ein Berechnungsblatt verwendet wird, das die BG Verkehr als Muster zur Verfügung gestellt hat. Werden bei der Berechnung Teilmassen durch Wiegen ermittelt, müssen Waagen der Genauigkeitsklasse III (Handelswaage) entsprechen.

Anerkannt werden auch Verfahren im Rahmen eines anerkannten QM-Systemes, z. B. ISO-zertifiziert. Dazu muss im Rahmen dieses Systems dokumentiert werden, wie das Gewicht ermittelt wird.

Weiter Informationen zu dem Thema finden Sie hier.


SDBtransfer Abschlussveranstaltung

   

Auf der SDBtransfer Abschlussveranstaltung ist erstmals ein durchgängiger elektronischer Prozess für den elektronischen Austausch von Sicherheitsdatenblätter in der Lieferkette gezeigt worden.

Hier finden Sie...